Bolivien in Deutschland

Vortrag von S.E. Evo Morales Ayma an der Technischen Universität Berlin

Foto: © David Ausserhofer- TU Berlin

Deutschsprachige Bücher über Bolivien

Das neue Bolivien – Evo Morales und seine demokratische Revolution

von Robert Lessmann - Rotpunktverlag, Zürich

Seit der Wahl von Evo Morales zum Präsidenten Boliviens 2005 genießt das Andenland im Herzen Südamerikas internationale Aufmerksamkeit: Nichts weniger als eine Neugründung Boliviens versprach der indigene Präsident, der selbst aus ärmsten Verhältnissen stammt. Seither wurden die Energieressourcen nationalisiert, eine Landreform in Angriff genommen und eine außenpolitische Neuorientierung in die Wege geleitet. In der Koka- und Drogenpolitik wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen, in der Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik kam es zu wichtigen Reformen. Im Januar 2009 wurde mit 61 Prozent der Stimmen eine neue Verfassung angenommen, die ein neues »plurinationales« Staatsmodell definiert, eine »Entkolonialisierung« der Gesellschaft und eine Abkehr vom Neoliberalismus proklamiert. Zum ersten Mal in der 183-jährigen Geschichte der Republik durfte das Volk über einen Verfassungstext abstimmen. (Quelle: Verlag)


Das weiße Gold der Zukunft – Bolivien und das Lithium

von Benjamin Beutler - Rotbuch Verlag, Berlin

Kein Mobiltelefon, Notebook oder Elektroauto ohne Lithium-Akku: Das Metall verspricht, der Energiespeicher der Zukunft zu werden. Lithium könnte somit auch Boliviens Entwicklung beflügeln, denn dort liegen die weltweit größten Vorkommen. Das weckt Begehrlichkeiten – und die Erinnerung an jahrhundertelange Ausbeutung. Benjamin Beutler gibt einen kenntnisreichen Überblick über den epochalen Wandel in Bolivien und analysiert, wie Präsident Evo Morales das »weiße Gold« für eine selbstbestimmte Zukunft nutzen will. (Quelle: Verlag)


Bolivien – Die Zersplitterung der Macht

von Raúl Zibechi - Edition Nautilus, Hamburg

Im Oktober 2003 übernahmen die Bewohner von El Alto durch Nachbarschaftsräte oder andere Instanzen die Stadtteilregierungen und ersetzten damit die staatlichen Strukturen, die ihre Legitimität verloren hatten und von der Bildfläche verschwunden waren. Alle Berichte über den Aufstand stimmen darin darüber, dass dies weder von einer Organisation noch von einer Führung, sondern direkt von den Anwohnern der Stadtteile getragen wurde, deren Bewegung alle etablierten Institutionen und Organisationen an den Rand drängte. Der Autor untersucht die Aufstände, Rebellionen und Mobilisierungen, die zum Aufstand im Oktober 2003 geführt haben, der mit dem Sturz des neoliberalen Präsidenten Losada endete und letztendlich zum Wahlsieg von Evo Morales führte. (Quelle: Verlag)


Vom Rand ins Zentrum - Die Neugestaltung von Staat und Gesellschaft in Bolivien

von Álvaro García Linera - Rotpunktverlag, Zürich

Die Kraft der Ausgegrenzten. Neben der Rolle als Vizepräsident der Regierung von Evo Morales ist Álvaro García Linera einer der herausragenden Intellektuellen Boliviens und Protagonist einer neuen internationalen Linken. Die Auswahl einiger Schlüsseltexte lassen uns mitverfolgen, wie der Autor den Kampf der indigenen Bevölkerungsmehrheit mit einer Waffe unterstützt, deren Gebrauch er vorzüglich beherrscht: dem Wort. Die Regierung Morales / García Linera will Staat und Gesellschaft in Bolivien von Grund auf neu ordnen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung nachhaltig verbessern. García Linera zeigt, dass die Befreiung der Ausgegrenzten nur dann gelingen kann, wenn das Verständnis der sozialen Kräfte in Bolivien von den klassischen eurozentrischen Sichtweisen - liberalen wie marxistischen - »entkolonisiert« wird. Wir erfahren, wie die von der Politik Ausgeschlossenen ihre Stimme fanden, wie sich die sozialen Bewegungen formierten und sich von der Einvernahme durch orthodoxe marxistische Ideologien befreien konnten. Der Kernbegriff des politischen Projekts, der »Plurinacionalismo«, wird erörtert, ebenso die Hindernisse und Probleme bei der Erarbeitung der neuen Verfassung. In einem Interview vom Januar 2011 geht García Linera zudem auf Fragen ein, die ihm Stephan Rist und Andreas Simmen zu seiner politischen Theorie, aber auch zur Aktualität Boliviens stellen. (Quelle: Verlag)


Plurinationale Demokratie in Bolivien - Gesellschaftliche und staatliche Transformationen

von Ulrich Brand, Isabella Radhuber, Almut Schilling-Vacaflor (Hrsg.) Westfälisches Dampfboot, Münster

Die indigene Bevölkerungsmehrheit in Bolivien hat die Forderung nach der partizipativen Schaffung eines plurinationalen Staatsmodells auf die politische Agenda gesetzt. Doch wie können eine plurinationale Demokratie begriffen und sowohl Staat als auch Wirtschaftssystem entsprechend umgestaltet werden? Der Frage nach den Rahmenbedingungen, den bisherigen Erfolgen, Grenzen und den gesellschaftlichen Perspektiven in der Ausgestaltung dieses Demokratiemodells widmen sich führende SozialwissenschaftlerInnen Boliviens. (Quelle: Verlag)


Bolivien

von Thomas Pampuch, Agustín Echalar - Beck, München

Dieses Bolivien-Buch ist längst zum Klassiker geworden: das Länderportrait wird hier in 4. aktualisierter und überarbeiteter Auflage neu vorgelegt. Dabei sind vor allem die jüngsten Entwicklungen und Umbrüche berücksichtigt, die Bolivien derzeit in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Die Tatsache, daß erstmals ein Indianer zum Präsidenten eines lateinamerikanischen Landes gewählt wurde, hat sowohl Hoffnungen als auch Widerstände ausgelöst. In jedem Falle erlebt Bolivien derzeit eine Phase grundsätzlicher Veränderungen. Ob es Evo Morales gelingen wird, seine 'Entkolonialisierung' des Landes durchzusetzen, wird die Zukunft zeigen. (Quelle: Verlag)


Bolivien – Reisekompass

von Hella Braune und Frank Semper - SEBRA-Verlag, Hamburg

Selten gab ein Reiseziel soviel Anlass für die Überarbeitung eines Reiseführers wie Bolivien seit Evo Morales. Das Autorenteam Hella Braune und Frank Semper vom Hamburger SEBRA-Verlag nutzte die Gelegenheit und lieferte jetzt mit seiner zweiten »vollständig überarbeiteten und aktualisierten Auflage« des »Reisekompass Bolivien« den reifsten Band seiner kleinen aber feinen »Nah Dran«-Reihe. (Quelle: carilat.de)