Cochabamba

In ihrer Gesamtheit überschaut man die Stadt Cochabamba am besten vom Cristo de la Concordia aus, das dem Touristen einen uneingeschränkten Panoramablick bietet. Die Statue steht auf dem Hügel San Pedro in der gleichnamigen Zone und gilt als das größte Monument Südamerikas mit einem 44,44 Meter hohen Bild.

Besonderes Kennzeichen Cochabambas ist dessen vielfältige Vegetation sowie das ausgezeichnete Klima. Die Küche Cochabambas zählt zu den anerkanntesten des Landes überhaupt. "La Cancha" ist der Name eines malerischen Marktes, auf dem der Besucher Handwerkserzeugnisse und Gegenstände aller Art findet.

Allgemeine Angaben

Lage: Das Departamento Cochabamba liegt im Herzen Boliviens und ist von sechs Departamentos umgeben, mit denen es unterschiedliche klimatische Gegebenheiten, Kulturen, ökologische Charakteristika und Naturressourcen teilt.

Fläche: 55.631 km²

Bevölkerung: 1.455.711 Einwohner (lt. Zählung, Stand von 2001)

Klima: Das Klima ist entsprechend der Höhe unterschiedlich. In den Kordilleren-Regionen des ewigen Schnees herrscht Kälte, in den Tälern an der Südflanke der Kordillere verzeichnet man gemäßigte Temperaturen, in den Hochtälern ist es kalt bis gemäßigt, in Richtung Norden ist es gemäßigt bis heiß und feucht sowie im Südosten heiß und trocken.

Sprachen: Spanisch und Ketschua

Hauptfeste:
Carnaval de la Concordia (beweglich) Februar/März
Fest der Virgen de la Candelaria: 2. Februar
Fest der Virgen de Urkupiña: 15. August
Allerheiligen und Allerseelen: 1.-2. November

Flughafen: Jorge Wilsterman, 10 Minuten von der Stadt entfernt

Zugangswege:

Landweg: Angesichts der Lage Cochabambas im Innern Boliviens stellen die das ganze Lahr über befahrbaren Landstraßen die Verbindung zu den wichtigsten Departamentalhauptstädten des Landes dar.

Luftweg: Luftverbindung besteht zu und von allen Departamentos des Landes. Die Strecken werden von Lloyd Aéreo Boliviano (LAB) und AeroSur (AS) bedient.

Eisenbahnnetz: Verbindungen bestehen von Oruro, Potosí und Aiquile in Cochabamba aus.

Touristeninformation in Cochabamba:

Unidad Departamental de Turismo. Edificio Prefectural

Calle Gral. Achá Nº 0-0142 (Galería Centro Plaza, 2. Stock)

Touristenattraktionen in der Stadt Cochabamba

Die Stadt

Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind El Prado, eine von Jugendlichen übervölkerte und von zahlreichen Restaurants, Vergnügungszentren, Hotels und Banken geprägte Zentralachse, die Plaza 14 de Septiembre sowie die daran angrenzenden ehemaligen herrschaftlichen Viertel, die heute Teil der Wohngegenden der Stadt bilden, wie Cala Cala, Queru Queru, Aranjuez und La Recoleta.

Die Metropolitankathedrale

Den durch den Archtitekten Carlos Lavayén zusammen getragenen Angaben zufolge begann Schreinermeister Sebastián Montes, der an dem Bau der ursprünglichen Kirche San Agustín beteiligt war, gegen 1605 mit der Errichtung der Hauptkapelle, die indes unvollendet blieb und einzustürzen drohte. Daher beriefen im Jahre 1619 das geistliche Kapitel, die Justizverwaltung und die Stadtführung von Oropeza den Architekten Juan de Canedo und beauftragten ihn, die Mauern der Hauptkapelle und des Schiffs zu sichern - ein Werk, das Domingo del Bazo gegen 1630 zu Ende führte. Im Jahre 1701 wurde schließlich mit dem Bau der Mutterkirche, der heutigen Kathedrale, begonnen.

Der Palacio Portales Der Palacio Portales ist ein zwischen 1915 und 1927 auf der Grundlage eines Entwurfs des französischen Architekten Eugene Bliault errichtetes Gebäude, das dem als "Zinnbaron" bekannten bolivianischen Millionär Simón Iturri Patiño als Residenz diente. Das Gebäude stellt das gelungene Beispiel eines Stilgemischs dar, bei dem die verwendeten heterogenen Elemente sich miteinander verbinden und eine Einheit von großer Harmonie und architektonischer Geschlossenheit bilden. Gegenwärtig beherbergt das Gebäude das Erziehungs- und Kulturzentrum Simón I. Patiño.





Das Archäologische Museum

Das Archäologische Museum der Universidad Mayor de San Simón (UMSS) wurde im Jahre 1951 von dem argentinischen Anthropologen Dick Edgar Ibarra Grasso ins Leben gerufen. Es befindet sich heute in den neuen Gebäudeteilen (vormals Staatsbank) unter der Bezeichnung Institut für Anthropologische Forschungen und Archäologisches Museum (Instituto de Investigaciones Antropológicas y Mueso Arqueológico) Geraldine Byrne de Caballero. Das Museum umfasst gegenwärtig annähernd 40.000 archäologische, ethnographische und paläontologische Objekte, die allesamt klassifiziert und inventarisch erfasst sind sowie größtenteils aus dem Departamento Cochabamba und anderen Regionen Boliviens stammen. Die Dauerausstellung umfasst drei Bereiche - Archäologie, Ethnographie und Paläontologie.

Sehenswürdigkeiten im Departement Cochabamba

Pairumani

Pairumani ist ein verträumter Ort, der Landwohnsitz des "Zinnbarons" Simón I. Patiño. Das Haus mit seinen Sälen und seinem eleganten Mobiliar, seinen wundervollen Gärten und Wandelgängen ist heute für die öffentlichkeit zugänglich.

Quillacollo

Eines der bedeutendsten historischen Denkmäler der Provinz Quillacollo ist die Kirche San Ildefonso. Auf ihrem Altar thront die Patronin der Lateinamerikanischen Integration - die Virgen María de Urkupiña, zu deren Ehren am 15. August eines jeden Jahres das Kirchenfest von Urkupiña gefeiert wird.

Das Fest von Urkupiña ist ein weiterer touristischer Anziehungspunkt in Quillacollo. Jahr für Jahr findet die Entrada Folklórica statt - eine durch ihre Farbenpracht und ihren majestätischen Charakter hervorstechende Veranstaltung, an der Tausende von Gläubigen mit ihren verschiedenen musikalischen und tänzerischen Darbietungen teilnehmen und die inzwischen zu einer der führenden Veranstaltungen dieser Art geworden ist.

Die Thermalbäder

Die Thermalbäder liegen an den Berghängen der Tunari-Kordillere. Ihre mineralhaltigen Thermalwässer verlaufen in Form unterirdischer Ströme. Es wird gesagt, dass die Quellen Hepatitis sowie Nieren- Rheuma-, Haut-, Gicht- und Ischiaserkrankungen heilen. Die aufgrund ihrer touristischen Infrastruktur bedeutendsten Bäder sind La Cabaña, Liriuni, Kehuiña und Cayacayani.

Inkarraqay

Die archäologischen Ruinen von Inkarraq&8217;ay befinden sich nur wenige Kilometer von der Privinz Quillacollo entfernt. Den Forschungsergebnissen der Fachwelt zufolge war die Stätte von den Inkas als zeremonielles, administratives und militärisches Zentrum konzipiert worden. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass die Region des Zentraltals in präkolumbinischer Zeit ein bedeutendes Zentrum der Maisproduktion war und dass in der im Süden Quillacollos gelegenen Region von Qolapachi Reste verschiedener Qollqas gefunden wurden - d.h. einer Art Silo, das zur Lagerung großer Maismengen diente. Hierdurch kam der Region die Rolle eines Zentrums für die Nahrungsmittelversorgung des gesamten Inka-Reichs zu.

Sipe - Sipe

Sipe - Sipe ist eine der malerischsten Siedlungen des Tals von Quillacollo - die Heimat des "Guarapo", eines mit dem Saft der in dieser Region angebauten Traube hergestellten Likörs.

Vinto

Vinto ist ein besonders reizvolles Tal, das auch den für landschaftliche Reize umempfindlichsten Besucher durch seine unvergleichlich schöne Natur bezaubern wird, in der sich immergrüne Felder ausdehnen.

Das Valle Historico

Tarata: Tarata ist eine Ortschaft der Kolonialzeit, die noch den Charme enger Straßen, den Geruch von Mais und verbranntem Holz in sich trägt. Hier stand die Wiege zweier früherer Anführer der Republik - Mariano Melgarejo und René Barrientos - sowie des Caudillo Esteban Arce.

Arani: Der Ort mit Ketschua-Ursprung ist Produktionsstätte des berühmten "Pan de Arani". Die im Ort beheimatete Handwerkskunst ist auf die Gewebeherstellung spezilisiert. Besonders interessant ist ein Besuch der Kathedrale Virgen la Bella y Collpaciacu, eines geschichtlich bedeutsamen Konvents.

Totora: Totora ist der Inbegriff eines verträumten Dorfes, ein Pilgerziel für Künstler und Maler. Seine Brücken und Tore, seine Gässchen, Häuser und Winkel sind für alle von ihnen Inspiration - ein Umstand, der sich wohl auch in Zukunft kaum ändern dürfte.

Tiquipaya: Tiquipaya ist das Reich der Blumen, ein warmer und gastlicher Ort.

Cliza: Cliza ist der traditionelle Ort für die Märkte der indigenen Bewohner, er hat guten Maiswein und eine hervorragende örtliche Gastronomie.

Die Laguna de la Angostura

Die Lagune liegt 17 km von der Stadt entfernt und bietet dem Touristen eine beeindruckende Aussicht. Es bestehen Möglichkeiten zum Angelsport, zur Jagd und zum Wassersport. Darüber hinaus ist die Ort für seine exquisiten Fischgerichte bekannt.

Incachacha

Incachaca ist eine 90 km von Cochabamba entfernt liegende, alte hydroelektrische Industrieanlage. Darüber hinaus stellen der Ort und seine Umgebung ein unvergleichlich schönes Naturgebiet mit beeindruckenden, halbunterrirdischen Wasserfällen sowie Naturbrunnen mit kristallklarem Wasser dar.

Villa Tunari

Villa Tunari ist ein Ort in der Amazonasregion, der über die asphaltierte Landstraße in zwei Stunden (166 km) von Cochabamba aus und in vier Stunden (312 km) von Santa Cruz aus zu erreichen ist. Der Ort, an dem Durchschnittstemperaturen von 30ºC gemessen werden, liegt sozusagen als Enklave zwischen zwei Strömen und bietet ideale Voraussetzungen für Angel- und Kanusportler. Hier finden sich natürliche Brunnen mit kristallklaren Quellen inmitten einer verschwenderischen amazonischen Vegetation. Der Ort verfügt über eine angemessene Auswahl an Hotels, über Zugangsstraßen und Kommunikationsmittel.

Puerto Villaroel

Puerto Villaroel ist eine landschaftlich reizvolle Hafenstadt, liegt 248 km von Cochabamba entfernt und hat eine gute Instrastruktur. Von hier aus sind die Departamentos von Cochabamba, Beni und Pando über die Flüsse Río Ichilo, Río Mamoré und Río Madre de Dios zu erreichen.

Das Chapare

Das Chapare ist eine tropische Baumzone mitten im Amazonasgebiet mit enormen Ressourcen an Edelhölzern wie z.B. die Mara oder der Mahagonibaum, die Zeder, der Lorbeerbaum, die Balsa (Ceiba), die Pinie und andere Sorten. Darüber hinaus finden sich bedeutende Lagerstätten von Kohlenwasserstoff. Jenseits seines natürlichen Reichtums an Rohstoffen für die Industrie ist das Chapare im Hinblick auf den ökotourismus die Zukunftsregion in Cochabamba überhaupt aufgrund ihrer ins Amazonasbecken eingebetteten Flüsse, ihrer Vielfalt an bedeutenden Pflanzen- und Tierarten sowie ihrer ungewöhnlichen und beeindruckenden Naturschönheiten.

Inkallajta

Die Ruinen von Inkallajta befinden sich 123 km von Cochabamba entfernt in Richtung Südosten. Zu ihnen gelangt man über die alte Landstraße nach Santa Cruz. Die archäologische Stätte selbst liegt in einem Tal, das einst eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Zentren des Inka-Reichs war und diesem als bedeutende, in der östlichsten Ecke des Reichs gelegene Kornkammer und Zitadelle diente.

Die strategische Lage in diesem Tal, die die Stelle mit den Yungas-Tälern der Chuquioma-Zone verbindet, erlaubt den Anbau von Mais, Weizen, Gerste, Knollen und verschiedenen Gemüsesorten auf den Gartenplattformen der präkolumbinischen Anbauterassen.

Das Tal war durch mehrere, ebenfalls aus präkolumbinischer Zeit stammende Wege mit Samaipata und der angrenzenden Zone verbunden. Topographisch gesehen, wird die Region von zwei größeren Flüssen und einem kleinen Fluss umspült, deren einer einen beeindruckenden Wasserfall von annähernd zwölf Metern Höhe hat. Vom Tal selbst gehen verschiedene ungewöhnlich tiefe Cañons ab, die der Zitadelle von Inkallajta somit einen natürlichen Schutz bieten.

Das genannte Gebiet wurde durch den Inca Yupanqui und später durch dessen Sohn Huayna Cápac bebaut, die die Zitadelle auf einem natürlichen Hügel errichteten. Als Umrandung eines Platzes wurden Gebäude erbaut, die die Struktur einer Festung aufweisen. Die bedeutendsten dieser Gebäude sind nach wie vor erhalten.

Der Nationalpark Carrasco

Der Nationalpark Carrasco liegt im Osten des Departamento Cochabamba und erstreckt sich über Teile der Provinzen Chapare-Carrasco und Tiraque. Außerdem grenzt er an den Amboró-Park im Departamento Santa Cruz. Zu den touristischen Hauptattraktionen des Parks zählen das Santuario de Vida Silvestre, in dem sich auch die Höhlen von Repechón befinden - natürliche Brunnen des Río San Mateo, die Ruinen von Incachaca. In der Region von Sehuencas finden sich ferner beachtenswerte Exemplare der Flora der Region, so z.B. Baumfarne und Orchideen. Erreichbar ist das Gebiet über die neue asphaltierte Straße Cochabamba - Santa Cruz oder über die in der Hochregion des Parks gelegene Ortschaft Tiraque.